KLEINSCHMIDT FINE PHOTOGRAPHS | WORKS ON PAPER

MODERN + CONTEMPORARY | THE RARITY AND THE UNIQUE

Klaus Kleinschmidt: "Invest in Fotokunst lohnt!"

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Vorschau Herbst: 25. November 2022 bis 13. Januar 2023

Max Baur [1898-1988]
Etüden der Form (One Man Show)

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Rückblick: Vom 26. März bis 6. Mai 2022

The Colour of a sudden Awakening
Photographs against Imperialism [Group-Show]

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24. Juni bis 21. Juli 2022

Automatismus - Second Life of Jan Wenzel
[Photomaton] Das Frühwerk| Das Spätwerk

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Automatismus | Second Life of Jan Wenzel [Photomaton]

"Die Kompositionen [...] kann man kaum anders als atemberaubend nennen."

 Christoph Schütte in der FAZ vom 13.07.2022


Die Ausstellung zeigt Meisterwerke aus dem Frühwerk und dem Spätwerk des Künstlers.

Ein Topos dieser hermetischen Werkschau kreist um das Urbild des Erfinders und Schöpfers.

Dabei steht im Mittelpunkt die Entität des Werkes. Radikal stellt sich die Frage nach der Identität:

Der Titel der Ausstellung 'Second Life of Jan Wenzel' spielt so mit der Autorenschaft des Künstlers.

Die Auswahl aus dem Schaffen entlarvt das Narrativ der Erfindbarkeit als Problem der Fiktionalität.

Alle Wenzel-Werke sind weder räumlich noch bloß zeitlich, sondern generell nur raumzeitlich begreifbar.

Die Unhintergehbarkeit der Zeit behauptet den Bildraum der erzählten Diachronie als genuine Synchronie.

Der Künstler hat damit krisenhafte 'Unsagbarkeit' im Umbruch seiner Lebenszeit als Zeitproblem gestaltet.

Ist der Schrecken, der bildlich zur Sprache gefunden hat, auch vorbei? In Wenzel 'spricht' jählings das Werk.

Das Problem der Mimesis ist ästhetisch gelöst: Der Schrecken der Fragmente wird durch Katharsis im 'Zeigen'

versöhnt.

Gleichwohl erzählt Wenzel in "Instant History" die Geschichte des Photomaton in allen technischen Facetten,

die den Prozess dieser obsoleten Kulturtechnik begleiten. Vom Öffnen und Schließen des Vorhangs, dem Platz-

nehmen auf den Drehstuhl, über den Geldeinwurf bis zur Inzenierung des Mienenspiels und dem Scheitern da-

ran in Serie. Somit ist seine berühmte Werkserie die Bestandsaufnahme der fotofixen Aura im Moment ihres

Niedergangs. Alle Akteure sind dabei: Der Vorhang, der Drehstuhl, der Geldbehälter, die Papierrolle, der Licht-

schacht, die Blitzwanne, die Behälter für Entwickler, Fixierer, Wässerung und so weiter. Wenzel hat den Dingen,

die eine Fotofix-Kabine in ihrem Innern jederzeit rund um die Uhr im Betrieb hielten, final die letzte Reverenz

erwiesen. Er hat seine Wahrnehmung nochmals lotrecht geschärft durch sechzehnfache Wiederholung seines

Blicks. Hier herrscht völlige Iteration, also schockhafte Wiederholung. Das Erzählen weicht nun dem erzählten

Trauma im Spätwerk bei Wenzel. Sein Automatismus bestimmt ihn als Zeitenkünstler, der allein die Programmatik

generiert.

So zeigt der Passbildautomat kein multipliziertes Menschenauge. Aber den phantastisch vereinfachten 'Fliegenblick'.

Wir sehen das Bild anfangs noch als Einheit, durativ suggeriert und als behauptete Fluchtpunktperspektive, im Frühwerk.

Im Spätwerk entdecken wir dann einen traumatisierten Blick am Werk - die iterative Vielheit multipler Zentralperspektiven.

Die einheitliche auf einen zentralen Fluchtpunkt zulaufende Perspektive weicht der geometrischen Perspektive des Apparats.

Beide Ansichten - im Frühwerk wie im Spätwerk - eint, dass sie sich des für Wenzel unabdingbaren Automaten bedienen.

So erlaubt das Frühwerk die Illusion der Narration, während das Spätwerk die Wiederholung als Unentrinnbarkeit gestaltet.

Der Automatismus ist dabei eine Kunstform, die an die Bildsprache der Surrealisten und an die generative Grammatik anknüpft.

Mit 'Instant History' erstarrt die Welt im Photomaton in einer endlosen Vertiefung als sechzehnfache Parallelperspektive zum

Kristall.

Die Laufzeit der exklusiven Sonderschau mit Frühwerk neben Spätwerk dauert vom 24. Juni bis 21. Juli - im Schauraum

I und III.

Die Zahl der Besucher zur Eröffnung ist begrenzt. Melden Sie sich hierzu gern frühzeitig und persönlich über das Kontaktformular

an.

 

 

Abbildung oben: Jan Wenzel, Le Pli IV [Faltenwurfstudie], Unikat 2009, 4 Fotofix-Streifen als Tableau mit 41,7 x 31,7 cm

29. Juni bis 21. Juli - jeweils von 14 bis 18 Uhr

Summer Sale 2022

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Das Angebot gilt für Medien im Rahmen der aktuellen Ausstellung 'Automatismus - Second Life of Jan Wenzel [Das

Frühwerk | Das Spätwerk]'

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Abbildung unten: Courtesy Kleinschmidt Fine Photographs, Wiesbaden | Copyright by the artist Rui Camilo, Wiesbaden

"...die Ausstellung in der Wiesbadener Galerie Kleinschmidt Fine Photographs [...] ist jeglicher Hinsicht einzigartig." Christoph Schütte in der FAZ vom 13.07.2022 über die Werkschau mit Jan Wenzel

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