KLEINSCHMIDT FINE PHOTOGRAPHS | WORKS ON PAPER

MODERN + CONTEMPORARY | THE RARITY AND THE UNIQUE

Klaus Kleinschmidt: "Invest in Fotokunst lohnt!"

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Zur Person

Vorschau Herbst: 25. November 2022 bis 13. Januar 2023

Max Baur [1898-1988]
Etüden der Form (One Man Show)

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Rückblick: Vom 26. März bis 6. Mai 2022

The Colour of a sudden Awakening
Photographs against Imperialism [Group-Show]

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24. Juni bis 21. Juli 2022

Automatismus - Second Life of Jan Wenzel
[Photomaton] Das Frühwerk| Das Spätwerk

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Théophile Ballmer | Laborspirale + U-Rohr (1930-1931) | Original-Fotogramm 23,7 x 17,3 cm (Unikat)

Chemismus - Das Fotogramm im 20. Jahrhundert | Ballmer Kupelwieser Landauer Neusuess Schrammen

Das Fotogramm nimmt in der Fotografie seit ihren Anfängen eine Sonderrolle ein. Das genuin kameralose Werk gibt dem Betrachter oftmals Rätsel auf. Kaum eine andere Gattung in der Fotokunst fasziniert so sehr. Woran liegt das? Dem Fotogramm wohnt offenbar latent eine Absolutheit inne, die so ihr Geheimnis birgt. Das hat zunächst damit zu tun, dass ein Fotogramm immer Unikat ist, stets mit dem Zauber von Magie und Zufall entsteht, und im Abbild das Wesen der Dinge zeigt: Es ist somit einmalig, magisch, wesentlich. Sein Objekt der Darstellung zeigt sich darin gleichsam direkt als Ding an sich - und ohne den sinnlosen Umweg über den Apparat. Das Fotogramm wirkt als pures Blattwerk als eine Art moderne Spätform des floralen Chemismus. Der von Walter Benjamin im 20. Jahrhundert prophezeite Verlust der Aura für das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit greift für das Fotogramm nicht wirklich. Der Begriff der Aura meint eine stete Ferne, so nah sie auch scheint. Das Fotogramm nimmt als Kunstwerk und Original den Rang des Solitärs ein. Es unterläuft die Apparatetechnik subversiv. Es kennt weder Edition noch Negativ und kommt eben nicht ubiquitär vor. Der massenhafte Abzug - als Gesetz der Serie - ist ihm fremd. Eben jene Aura schützt allerdings kaum vor zahlreichen Fälschungen im Kunstmarkt, die jede noch so gut gekonnte Kopie vom Positiv des Fotogramms darstellt.

In der Ausstellung in Wiesbaden werden exemplarisch fünf Postionen aus dem 20. Jahrhundert gezeigt. Der Bogen spannt sich von Théophile Ballmer über die nach Jerusalem emigrierte Louise Landauer und Eberhard Schrammen zu Floris Neusuess und Hans Kupelwieser. Damit ist das Bauhaus, das Neue Sehen, die Neue Sachlichkeit für die Frühe Moderne vertreten sowie die Späte Moderne der Nachkriegsära. Besondere Beachtung findet im Kabinett von Schauraum III eine aktuelle Position, die das Chemiegramm zeigt.

Die Zahl der Besucher für die Eröffnung dieser exquisiten Schau ist limitiert. Falls Sie Ihren Besuch nicht antreten, geben Sie gern Bescheid, damit andere an der Eröffnung Anteil nehmen können. [Einlass mit vollständiger Anmeldung zuvor!]

Courtesy and Copyright: the artist and Dr. Klaus Kleinschmidt [Pressclip] and Kleinschmidt Fine Photographs, Wiesbaden

"...die Ausstellung in der Wiesbadener Galerie Kleinschmidt Fine Photographs [...] ist jeglicher Hinsicht einzigartig." Christoph Schütte in der FAZ vom 13.07.2022 über die Werkschau mit Jan Wenzel

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