Maxine Henryson

Ein kalkulierter Zufall – die Bezeichnung 'Calculated Coinci-
dence' beschreibt Maxine Henrysons Fotografie wohl genau.
Begleitet von Unschärfe und Lichtspielen begeben wir uns
auf eine Reise in deren Welt der Farben. 'Out of Focus' hieß
eine Schau. Vage Lichtvisionen erzeugen dabei einen Farb-
klangraum, der präfigurativ und unbestimmt zum Betrach-
ter spricht.

Maxine Henryson erblickt im Jahr 1943 das Licht der Welt.
Sie zieht 1984, mit 41 Jahren, von ihrem Geburtsort Jackson,
Mississippi, nach New York, wo sie heute lebt und arbeitet.
Das tägliche ,Straßen-Theater’ dieser Weltmetropole inspi-
riert sie damals zu ihren ersten Farbfotografien. In den Fol-
gejahren wächst ihr Interesse an den Farbkombinationen,
die sich im Alltag und in der Natur durch Permutation fin-
den.

Speziell fasziniert sie dabei das ‚Band‘ zwischen Farbe und
Kultur. In ihren Bildern zeigt sie, dass jede Kultur eine ei-
gene ,Farbpalette‘ besitzt, geprägt von Tradition und Ein-
flußzonen. Maxine Henryson zeigt mit viel sichtbarer Poe-
sie die kulturellen Differenzen, aber auch Gemeinsamkei-
ten von Ländern wie Indien, Russland, Kanada und den
Vereinigten Staaten. Konturen verschwimmen zu Impres-
sionen. Unschärfe wird intuitiv zu Präzision. Die Fotografien
der Maxine Henryson wirken wie aus einer Traumwelt ent-
sprungen: der Betrachter gerät so zwischen Fiktion und
Realität.

Die lyrische Unschärfe entsteht auch durch die lange Belich-
tungszeit; die Dynamik durch ihre Körperbewegung im Mo-
ment der Aufnahme. Jeder Schuss ist dabei einzigartig.
Gelingt ihr ein Bild mal nicht, sucht Maxine Henryson
nach einem neuen, „frischen“ Motiv. Ihre Werkserie ,X is
Y and is Z‘ vergleicht sie mit einer Liaison: der Partner –
in dem Fall ihre Bilder – spiegelt Teile des eigenen Ichs wi-
der, die Wünsche und die Erinnerungen. Dabei steht je-
dem frei, die Fotografien zu deuten. Inspiriert von den
„Ficciones“ von Jorge Luis Borges spielt Maxine Henryson
stets mit dem Phantasma und der Perzeption des Betrach-
ters.

Die Bildfindungen dieser Werkgruppe stammen aus den
Jahren 1996 bis 1999. Sie entstanden während einer von
Maxine Henrysons vielen Reisen nach Petersburg. Entho-
ben wirkt die Zeitlosigkeit ihrer malerischen Fotografien.
Befinden wir uns in der Vergangenheit? In der Gegenwart?
Oder könnte es etwa eine Projektion der Zukunft sein?
Menschen sind selten zu sehen. Gefühlt sind sie immer
da. Es ist wie ein mystisches Spiel von ,presence‘ und
,absence‘.

Bei Kleinschmidt Fine Photographs werden vom 13. Juni bis
25. Juli im Schauraum I + II Fotografien aus 'X is Y and is Z' ge-
zeigt.

Sarah Köhn

Ujjayi's Journey

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Red Leaves + Golden Curtains

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X is Y and is Z

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