Renate von Mangoldt

Renate von Mangoldt ist so etwas wie das Auge des deut-
schen Literaturbetriebs. Über Jahrzehnte hat sie für das
LCB Literarische Colloquium Berlin das Konterfei berühmter
Autoren und Schriftsteller in fotografischen Porträts be-
wahrt. Wenige Fotografinnen oder Fotografen haben das Bild
- und damit das Gedächtnis - der jüngeren deutschen Litera-
tur seit den sechziger Jahren so geprägt wie Renate von
Mangoldt. Sie gehört zu den großen Chronistinnen ihrer
Generation, und längst haben ihre ebenso prägnanten wie
stimmungsvollen Porträts das "innere" Bild der jüngsten Li-
teraturgeschichte geformt. Wer an Autoren wie Ingeborg
Bachmann, Paul Celan, Uwe Johnson oder Heiner Müller
denkt, hat ihre Bilder vor Augen. Dabei wählt von Mangoldt
das LCB zur Bühne ihrer Schwarz-weiß-Photographien; ihre
Stars sind die Autorinnen und Autoren, aber ihr Sujet ist die
Literatur. Von Mangoldts Porträts der LCB-Gäste begleiten
die Geschichte des Hauses bis in die Gegenwart - nicht zu-
letzt durch ihre Publikation in der "Spritz" und anderen Or-
ganen. Wer einmal dabei sein durfte, wie sie selbst sperrige
und fotoscheue Schriftsteller auf ein Foto vorbereitet, erhält
eine Ahnung davon, wie schwierig ihre Kunst sein muss, Ge-
sichter zum Sprechen zu bringen. Längst wird Renate von
Mangoldt zu den herausragenden Porträtfotografen Deutsch-
lands gezählt, und einige ihrer Fotos gelten als die gültigen
Interpretationen auch der verborgenen Seiten im Gesicht
der Literatur. Andere setzen die situativen Spannungen lite-
rarischer Debatten um in spannungsreiche photographische
Szenen. Das faszinierende Archiv ihrer Arbeit gehört zu jenen
dokumentarischen Schätzen, die beständig an Wert gewinnen
werden.

Komische Idee des Sitzens

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