Fritz Kühn

Fritz Kühn, 1910 in Mariendorf bei Berlin geboren, ist ein bedeutender und unterschätzter Fotokünstler

des vergangenen Jahrhunderts. Nach der Volksschule macht er seine Lehre als Werkzeugmacher in der

Kugellagerfabrik Riebe-Werke A.G. in Berlin. In der Firma seines Vaters Arthur Kühn arbeitet er bis 1937.

Fritz Kühn widmet sich parallel der Weiterbildung  zum Kunstschmied. Noch im gleichen Jahr - 1937

- gründet er seine eigene Werkstatt als Kunstschmied und erwirbt den Meisterbrief als Schlosser und

Maschinenbauer. Die dezidierte Liebe zum Handwerk erklärt den sachlichen Stil seiner Fotografie, die in

der Hochzeit der Neuen Sachlichkeit im Werk des Fritz Kühn einen ihrer wichtigen Wegbereiter findet.

Im Jahr 1941 erhält Kühn seine erste Ausstellung in den Räumen des Berliner Kunstdienstes am Matthäi-

kirchplatz in Berlin. Während des Krieges wird seine Werkstatt zerstört, so daß der Künstler die Kleinstadt

Wriezen bei Berlin zum Standort seiner neuen Werkstatt macht. In der Nachkriegszeit widmet sich Kühn

sowohl seinem Brotberuf als auch der photographischen und publizistischen Tätigkeit. 1952 nimmt er an

der wichtigen Ausstellung „Eisen und Stahl“ in Düsseldorf teil. Im selben Jahrzehnt erscheinen die

wichtigen Bildbände „Aus meiner Gräsermappe“ (1953), „Licht, Land, Wasser“ (1958) sowie „Kompositionen

in Schwarz und Weiß -Bekenntnisse in Bildern von Fritz Kühn“ (1959). 1964 wird der Bildband „Stufen“

publiziert. Der plötzliche Tod des Fotografen 1967 läßt zahlreiche Projekte wie das Photobuch „Fenster,

Türen, Wände“ unvollendet.

Ausstellung 1

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