Floris Neusüss

Biographie
Floris Neusüss, geboren 1937 in Lennep, gilt weltweit als eine der
Koryphäen auf dem Gebiet des Fotogramms. Anfangs studiert er
Grafik, Malerei und Fotografie an der Werkkunstschule Wuppertal
bei Ernst Oberhoff. Weitere Studienjahre folgen an der Bayerischen
Staatslehranstalt für Photographie in München. Später studiert er
an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Nach kurzem 
Aufenthalt in Wien folgt eine künstlerisch fruchtbare Zeit in München.
Im Jahr 1966 nimmt Neusüss das Angebot von Jupp Ernst an, an der
Staatlichen Werkkunstschule in Kassel zu unterrichten. Vier Jahrzehnte
ist Floris Neusüss als Professor für experimentelle Fotografie an der
Universität Kassel tätig. Seit den 60er Jahren widmet sich der streitbare
deutsche Fachmann für Fotogramme der eigenen künstlerischen Tätigkeit.
Zudem pflegt Floris Neusüss mit dem Sammeln von Fotogrammen der
Nachkriegszeit sein besonderes Steckenpferd. Vorgänger auf diesem Gebiet
sind Christian Schad, Man Ray und Laszlo Moholy-Nagy. In den 60er Jahren
entstehen zudem großformatige Körperfotogramme von Floris Neusüss. Im
Jahr 1967 gründet der rege Professor eine Arbeitsgemeinschaft für Film
und 1972 das Fotoforum in Kassel. Es folgen zahlreiche Ausstellungen und
Veröffentlichungen, darunter „Fotografie als Kunst - Kunst als Fotografie“
(1975) oder „Photo - No Photo“ (1981). In den 70er Jahren entstehen die
Werkgruppen „Schaufenster“ (1971-1978) sowie die Installationen „Körper
im Raum“ (1974-76) und wenig später die Aktionen „Flugtraum“ (1976) oder
„Körperauflösungen“ (1977). In den 80er Jahren probiert Floris Neusüss
farbige Fotogramme und Collagen. Kunstvoll sind seine im Jahr 1984
geschaffenen „Nachtbilder“ oder seine seit 1989 „ULO’s“ genannten 
„Unidentifiable Lying Objects“. Werke der 90er Jahre heißen etwa „Santa
Monica Walk“ (1995), „Roppongi“ oder „Blüten, Pflanzen und Früchte“ (ab
1991).

 

Publikationen

Kunst und Fotografie. Floris Neusüss und die Kasseler Schule für Experi-
mentelle Fotografie 1972-2002, Hrsg. Renate Heyne, Marburg 2003

 

Floris Neusüss - Nachtstücke. Fotogramme 1957 bis 1997, Hrsg. Klaus Honnef,
Köln 1997

 

Floris Neusüss – ULOs wunderbar. Hangout für Kunst und Philosophie, Hrsg.
Peter Cardorff + Floris Neusüss, Düsseldorf 2000

 

Kamera los – das Fotogramm. Museum der Moderne Salzburg Rupertinum,
Hrsg. Margit Zuckriegl + Floris Neusüss, Salzburg 2006

 

Das Fotogramm in der Kunst des 20. Jahrhunderts, Hrsg. Renate Heyne +
Floris Neusüss, Köln 1990

Fotogramme

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